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02/2014

Zweiter Preis für Kleihues + Kleihues bei Wettbewerb der B&B HOTELS

Berlin. Im Wettbewerb um einen Hotelneubau der französischen Gruppe B&B HOTELS in der sogenannten Spreestadt Charlottenburg, erzielt Jan Kleihues den zweiten Preis. Die Preisrichter gaben das Ergebnis Ende Januar bekannt und lobten an dem zweitplatzierten Entwurf insbesondere das klare und kompakte Konzept.

Die 2-Sterne-Economy-Hotelkette B&B HOTELS mit europaweit über 280 Häusern, plant derzeit 20 weitere Hotels in Deutschland. Eines davon soll in der sogenannten „Spreestadt Charlottenburg“ am Landwehrkanal entlang des Salzufers an der Englischen Straße in Berlin entstehen. Geplant ist ein Hotel mit 180 bis 190 Zimmern auf einem Grundstück mit knapp 1.400 Quadratmetern Fläche. Aufgrund der hohen städtebaulichen Bedeutung des Gebietes nahe dem Charlottenburger Tor, realisierte die Hotelkette den Wettbewerb für ein Gutachterverfahren gemeinsam mit dem Bezirksamt Wilmersdorf-Charlottenburg. Die Auslober luden insgesamt fünf Teilnehmer ein; Kleihues & Kleihues Architekten erzielten mit ihrem Entwurf den zweiten Preis.

„Ziel unseres Entwurfs ist es, die „Spreestadt“ zu komplettieren und gleichzeitig eine einprägsame Gebäudefigur zu entwickeln. Es ist wichtig, dass an dieser Stelle eine behutsame und schlichte Form gewählt wird, die die städtebauliche Struktur des Ortes mit dem denkmalgeschützten Haus der Königlichen Porzellanmanufaktur (KPM), dem denkmalgeschützten Ernst-Reuter-Haus, aber auch den neuen Geschäftsgebäuden von Mercedes Benz und Smart sinnvoll ergänzt“, so Jan Kleihues.

Im Protokoll der Preisgerichtssitzung heißt es: „Der von Kleihues + Kleihues Architekten eingereichte Beitrag stellt ein klares und kompaktes Konzept dar. Die städtebaulichen Vorgaben werden vollständig aufgenommen. Die Gebäudespitze nimmt Bezug und bildet eine einladende Geste zum Ernst-Reuter-Haus“.

Der Entwurf von Jan Kleihues basiert auf einem grundlegenden Gedanken: Es soll ein Gebäude geschaffen werden, das ein entsprechendes Gleichgewicht zwischen einem ausdrucksstarken Erscheinungsbild mit eigenem Charakter und einer städtebaulich harmonischen Integration des Neubaus in die Umgebung wahrt. 

Das geplante Hotel wird den Schlussstein der Entwicklungen in diesem Areal bilden. Es erhält zum Salzufer hin einen öffentlichen Platz, der sich an der Grundidee der angrenzenden Freiflächen orientiert und diese ganz natürlich ergänzt. Die äußere dem Platz zugewandte Gebäudeecke ist abgerundet, um einen weichen Übergang in die Englische Straße zu schaffen. Gleichzeitig verleiht diese dem Gebäude eine gewisse Dynamik auf eine feine und zurückhaltende Art und betont so den eigenen Charakter des achtstöckigen Hauses. Auch die Rückstaffelung auf Traufhöhe des Ernst-Reuter-Hauses der an den Straßen zugewandten Seiten trägt zu einer einprägsamen Gebäudefigur bei. Große, quadratische Fenster bieten den Hotelgästen einen Blick auf den Landwehrkanal.

Die Fassadengestaltung überzeugt durch eine klare Formensprache und gliedert sich in zwei horizontale Zonen. Die untere entspricht dem zweigeschossigen, mit Naturstein verkleideten Sockel, der sich deutlich auf das Ernst-Reuter-Haus bezieht. Die zweite Zone bilden die darüber liegenden Geschosse mit einem hellen sandfarbenen Faserbeton.

„Insgesamt bestimmen die Qualität und den Charakter des Entwurfs das Spiel aus Licht und Schatten, der Kontrast von Plastizität und Zurückhaltung sowie das harmonische Fassadenlayout“, fasst Jan Kleihues das Konzept zusammen.

Jan Kleihues entwarf und plante bereits Hotelprojekte für namhafte Marken, wie Concorde, H10 oder Maritim. 2005 eröffnete das von Jan Kleihues entworfene Hotel Concorde in Berlin, bei dem sowohl die Architektur, als auch das Interior Design seine Handschrift tragen. 2013 ging das Hotel in den Besitz der Accor Gruppe über, unter der es nun das Portfolio der Marke Sofitel ergänzt. Die erforderlichen Maßnahmen zur Umgestaltung werden ebenfalls durch Jan Kleihues begleitet. Zuletzt eröffnete 2010 das H10 Hotel Berlin, bei dem er sowohl für die Architektur des Neubaus, als auch für den Umbau des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes verantwortlich zeichnet.